Nationales Projekt
Wir unterstützen derzeit folgende Initiative deutschlandweit:
N.I.N.A. e.V.
Online- und Chatberatung für Kinder und Jugendliche, die sexuelle Anmache oder Übergriffe im Internet erleben.
Die überregionale Beratung save-me-online ging am 1. Oktober 2010 online. Initiiert wurde das Angebot von N.I.N.A. e.V. (Nationale Infoline, Netzwerk und Anlaufstelle zu sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen). N.I.N.A. bietet Rat und Unterstützung für Erwachsene.
Der Anstieg von Nachfragen zu sexueller Gewalt und Anmache im Internet zeigte, dass es sich hier um ein spezielles Konfliktfeld handelt, für das wir ein gesondertes Angebot für Jugendliche schaffen wollten.
Wenn
Kinder und Jugendliche Anmache oder Übergriffe im Chat erleben, können sie dies
den ChatbetreiberInnen melden. Diese leiten technische Maßnahmen, beispielsweise
Sperre der Registrierung oder Abblocken der Online-Kontakte, ein um zumindest
auf diesem Weg Handlungen der Täterinnen und Täter zu unterbinden. Einige
Chatforen werden von ModeratorInnen betreut oder von Scouts begleitet, um ein
Mindestmaß an Sicherheit zu gewährleisten. Meist jedoch bleiben betroffene
Mädchen und Jungen mit ihren Ängsten und Unsicherheiten allein vor dem PC
zurück.
Hier setzt das Angebot von save-me-online an.
save-me-online bietet konkrete Beratung durch pädagogisch/psychologische
Fachkräfte, die durch Supervision und Fortbildungen begleitet und weiter
qualifiziert werden.
Die Vernetzung / Verlinkung mit Internetangeboten und Social Communities, die vorwiegend von Kindern und Jugendlichen besucht und aus diesem Grund auch von Tätern oder Täterinnen zur Kontaktanbahnung (Cybergrooming) genutzt werden, gehört zu unseren zentralen Aktivitäten.
Die Betreiber von knuddels.de (ein beliebtes Kontaktforum auch für Jugendliche) hat inzwischen unseren Button mit direktem Zugang zu save-me-online geschaltet. Weitere sind in Vorbereitung.
Obwohl
nicht als primäre Zielgruppe angesprochen, wenden sich zudem unterstützende
Angehörige und besorgte Eltern an uns. Sie werden mit Erstinformation
versorgt. Größtenteils fehlt sicherheitsorientiertes Wissen und ein Regelwerk
für den Umgang mit dem Internet im Familienalltag.
Nachhaltigkeit
Viele
Kinder und Jugendliche geben mit großer Sorglosigkeit persönliche Daten, Fotos
und Filme von sich preis.
In fast allen Beratungskontakten thematisieren wir Sicherheitsregeln und
geben Orientierungshilfen, wie größtmögliche Kontrolle im Chat und Internet
erreicht werden kann. Vielen ist gar nicht bewusst, wie leicht Informationen im
Netz gebündelt und zu einem persönlichen Profil zusammengestellt werden können.
Wir fördern die Selbstschutzkompetenzen und sehen darin eine präventive
Wirkung unserer Arbeit.
Wir möchten keine Angst vor dem Internet schüren. Stattdessen vermitteln wir, wie Mädchen und Jungen sich in der synthetischen Welt bewegen, Risiken erkennen und bei Bedarf zum eigenen Schutz handeln können mit dem Ziel, die spannenden Seiten zu genießen.
